Fallbeschreibung / Dokumentation
Fallbeschreibung: Metallkeramikkrone auf Zahn 11 durch BG nach Unfall
02.01. Patient kommt nach Arbeitsunfall in die Praxis. Zahn 11 wurde von einer Stange getroffen wobei dieser horizontal frakturiert ist und Pat. starke Schmerzen hat.
Symtombezogene Untersuchung, Vitalitätsprüfung, Röntgendiagnostik mittels Zahnfilm und anschließende Besprechung über den Behandlungsverlauf.
Befundbericht der Berufsgenossenschaft "Bericht Zahnschaden" ausgefüllt, wodurch eine Gebühr in Höhe von 22,02 € zzgl. Porto berechnet werden kann. Erstellung eines Heil- und Kostenplanes für die Zahnersatzbehandlung. Beide Pläne werde an die zuständige Berufsgenossenschaft geschickt.
Zahn hat eine alte vollständige intakte Wurzelfüllung und röntgenologisch kein Anhalt für eine Wurzelfraktur. Lockerungsgrad I – II vorhanden. Zahnfleisch zeigt eine Verfärbung. Pat. benötigt evtl. eine Schienung und eine Krone. Medikamentöse Behandlung des Zahnfleisches, Zahn wurde provisorisch verschlossen.
05.01. Patient kommt zur Nachkontrolle. Zahnfleischverfärbung ist besser geworden, aktuell keine Beschwerden mehr. Patient möchte gerne eine provisorisch Krone vorübergehend. Zahn anästhesiert, Vorpräparation und Herstellung eines Provisoriums und temporärer Zementierung
15.02. Plan ist von Berufsgenossenschaft gekommen. Provisorium wurde entfernt. Minimaler Lockerungsgrad vorhanden. Intraligamentäre Anästhesie, Nachpräparation für eine Krone 11, um den Zahn mehr abzustützen wurde der Zahn für einen gegossenen Stift vorbereitet, Exzision der Schleimhaut, Legen von Retraktionsfäden zur Darstellung der Präparationsgrenze, Abformungen erfolgen mit konfektioniertem Löffel, Herstellung eines Stiftprovisoriums mit Abformung und temporärer Zementierung.
20.02. Einprobe: Laborgefertigter Stift mit Aufbau ist aus dem Labor gekommen. Infiltrationsanästhesie, Entfernung des Provisorium sowie Reinigung des Stupfes 11. Einprobe mit anschließender Eingliederung. Metallgerüst für Krone ist auch vom Labor gekommen. Legen von Retraktionsfäden zur Darstellung der Präparationsgrenze. Anprobiert und schließend Teilabformung und Gerüst zurück ins Labor zur Ausarbeitung. Neue Abformung und Herstellung eines neuen Provisorium anschließend mit temporären Zement eingesetzt
01.03. Einsetzen der Laborgefertigten Vollkrone: Infiltrationsanästhesie, Entfernung des Provisoriums sowie Nachreinigung des Stumpfes 11. Einprobe und anschließende definitive Eingliederung der Krone mit Zement
Behandlungsbereich / Versorgungsform
Abrechnungsart
Abrechnungsbereiche
Hinweise zur Abrechnung
Zur Befunderhebung gibt es ein eigenes Formular, diese muss vollständig ausgefüllt an die zuständige Berufsgenossenschaft geschickt werden. Hierfür ist eine Gebühr in Höhe von 22,02 € zzgl. Porto berechenbar. Ein Heil- und Kostenplan für Zahnersatz sollte hier zusätzlich erstellt werden.
Die Unfall muss vom Arbeitgeber des Patienten gemeldet werden. Alle Leistungen die im Rahmen dieses Unfalls erfolgen sind über die BG nach vorheriger Genehmigung abzurechnen.
Die Berufsgenossenschaften verfügen über einen eigenen Leistungskatalog über Zahnersatz nachdem abgerechnet wird.
Ein Festzuschusssystem wie in der GKV gibt es nicht. Mit dem Bewillingungsschreiben der BG wird auch der Erstattungsbetrag mitgeteilt.
Begleitleistungen sind über BEMA abzurechnen, jedoch mit dem jeweilig gültigen Punktwert der Berufsgenossenschaft. In der Software werden die Leistungen entsprechend gekennzeichnet.
der aktuelle Punktwert ist 1,47.
Laborkosten werden über BEL II und BEB berechnet.
Sollte die Krone adhäsiv befestigt werden, kann dies über GOZ 2197 berechnet werden.
Berechnungsfähige Materialien
- Abformmaterial
- berechnungsfähige Materialien
-Legierung
-Metallstift
-Ggf. Abbrennstift